Quelle: www.kreiszeitung.de vom 07.01.2009
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Sven Schröder: Die 70 Meter sind bald fällig

Asendorfer Speerwerfer setzt im Kreis Diepholz neue Maßstäbe / 20-Jähriger wird Vize-Landesmeister / Pech bei DM

Der Asendorfer Sven Schröder will möglichst schon im nächsten Jahr die 70-Meter-Marke knacken. Foto: el

ASENDORF (el) Als hoffnungsvoller Schüler verließ Sven Schröder vor fünf Jahren die Leichtathletikszene im Kreis Diepholz, als Athlet nationaler Klasse kehrte der 20-Jährige in diesem Jahr zu seinem Heimatverein TSV Asendorf zurück. Mit einer Rekordweite von 65,20 Metern im Speerwerf setzte Sven Schröder für die Leichtathletik im Kreis Diepholz neue Maßstäbe.

Keine Frage: Sven Schröder hat es geschafft. Im Trikot des TSV Asendorf gelang dem Werfer in diesem Jahr ein tadelloser Einstand bei den "Großen", will heißen: den besten erwachsenen Werfern im Land. "Das war schon alles sehr positiv", findet auch Schröder. Die Saison begann mit Bronze bei den norddeutschen Meisterschaften im Winterwurf. Bei den niedersächsichen Meisterschaften wurde Schröder Vizemeister hinter Olympiateilnehmer Stefan Steding aus Hannover. Immer wieder gelangen bei Wettkämpfen Würfe weit über 60 Meter. Doch ausgerechnet beim Saisonhöhepunkt, den deutschen Juniorenmeisterschaften in Recklinghausen, sollte es nicht sein: Während die Konkurrenz bereits vorgelegt hatte, verdarben heftige Regenschauer die letzten Versuche von Schröder. Ergebnis: Ein für ihn enttäuschender 16. Platz.

In der DLV-Jahresbestenliste nimmt Schröder mit seiner Bestweite von 65,20 Metern Platz 25 bei den Junioren und bereits Platz 42 bei den Männern ein. Der Asendorfer erwartet, dass die Ergebnisse im kommenden Jahr noch viel besser werden: Die 70-Meter-Marke ist anvisiert, ein Endkampfplatz bei der Junioren-DM ebenso wie die Quali für die DM der Männer und Frauen.

Die bisherige sportliche Karriere des 20-jährigen Azubi lässt kaum Zweifel am Erreichen dieser Ziele aufkommen. Bereits im Alter von drei (!) Jahren begann Schröder mit der Leichtathetlik. Mit fünf Jahren bestritt Schröder seinen ersten Wettkampf. "7,50 Meter mit dem Schlagball waren das Ergebnis", erinnert sich Schröder und fügt hinzu: "Mit sechs Jahren waren es dann immerhin schon 17,50 Meter." Die Stärke in den Wurfdisziplinen stellte sich schnell heraus. Schröder wechselte vom TSV Asendorf zum SV Werder Bremen, der sehr gute Trainingsbedinungen bot. 52 (!) Landesmeistertitel sammelte Schröder während seiner Bremer Zeit. Er machte am "Gymnasium mit sportlichen Profil" in Obervieland sein Abitur und schaffte es anschließend, mit einer Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann beim niedersächsischen Leichtathletikverband Beruf und Hobby ideal zu verbinden.

Arbeits- und Trainingsstätte im Sportleistungszentrum in Hannover liegen nah beisammen. Bis vor einem Jahr zeichnete Mutter Ute Schröder für das Training verantwortlich. Jetzt trainiert Schröder als Mitglied des niedersächsischen Leistungskaders unter Anleitung von Landestrainer Thorsten Frey. Als Trainingspartner kann sich Schröder kaum einen besseren als Stefan Steding wünschen, mit dem im Frühjahr auch ein gemeinsames Trainingslager in Kienbaum geplant ist. Alle Weichen für eine erfolgreiche Fortsetzung seiner Karriere als Speerwerfer sind damit gestellt.




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