Quelle: www.kreiszeitung.de vom 13.07.2009
Rubrik: Lokalsport Kreis Diepholz
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"Trotzdem eine tolle Erfahrung"

WM-Finale: Neele Eckhardt wird Zwölfte im Weitsprung / Anfang August zur DM nach Rhede

Neele Eckhardt erreichte in Brixen zwar das WM-Finale im Weitsprung, landete dort aber nur auf dem zwölften und letzten Platz.

Neele Eckhardt erreichte in Brixen zwar das WM-Finale im Weitsprung, landete dort aber nur auf dem zwölften und letzten Platz.

BRIXEN (töb) Der Kopf war zwar willig, die Beine nach zuvor drei Wettkampftagen aber offenbar doch zu schwer. Neele Eckhardt (TSV Asendorf) kam (wie auch schon beim Dreisprung-Finale am Freitag) nicht an ihre Bestleistung heran und belegte beim gestrigen Weitsprung-Finale der U 18-Weltmeisterschaft in Brixen/Südtirol mit 5,81 Metern nur den zwölften und letzten Platz. Gold ging mit 6,22 Metern an die Chinesin Minjia Lu. Nach außen hin war Eckhardt aber weit davon entfernt, jetzt Trauer zu tragen: "Die Tage hier waren trotzdem eine tolle Erfahrung."

Keine Frage: In zwei Wettbewerben bei einer WM starten zu können - das kann einen schon stolz machen. Und die Bundestrainerin stellte der Gymnasiastin gar in Aussicht, dass sie vor allem im Dreisprung auch gute Chancen hat, 2011 bei der U 20-WM im kanadischen Vancouver dabei zu sein. Aber das ist Zukunftsmusik. Gestern jedenfalls lief der Wettkampf nicht so recht

Mutter Katja hatte

es im Gefühl

nach dem Geschmack der 17-Jährigen. Die Qualifikation am Samstag verlief noch ordentlich. Eckhardt verpasste mit ihrem besten Sprung von 5,99 Metern die Quali-Weite zwar hauchdünn um einen Zentimeter - aber nur sieben andere Starterinnen waren besser. Konsequenz: Um das Zwölfer-Feld für das Finale aufzufüllen, war die Asendorferin die erste Nachrückerin. "Neele war heute lockerer als noch gestern beim Dreisprung-Finale, aber es ist noch Luft nach oben", meinte Mutter Katja Eckhardt. Und die hatte offenbar schon so eine Ahnung, was gestern passieren würde: "Irgendwie merkt man ihr an, dass die Wettkämpfe so langsam an den Kräften zehren." Die Mutter kennt ihre Tochter eben.

Gestern jedenfalls kam Eckhardt nie auch nur annähernd an ihre erst Mitte Juni in Schweinfurt aufgestellte Bestweite von 6,18 Metern heran. "Eigentlich habe ich mich gut gefühlt, aber am Balken war ich nicht aggressiv genug und habe auch einige technische Fehler gemacht. Ich werte aber allein schon die Teilnahme an zwei Endkämpfen als Erfolg für mich", meinte Eckhardt unmittelbar nach dem gestrigen Wettkampf. Nach Sprüngen von 5,69, 5,81 und 5,65 Metern war die WM für Eckhardt beendet, das Finale der besten acht Springerinnen verpasst.

Jetzt kann die Schülerin doch bestimmt erst einmal ihre Ferien genießen - oder? Nicht so ganz. "Neele wird eine Woche frei machen, denn danach steht in Hannover schon wieder der nächste Kader-Lehrgang an", weiß Mutter Katja zu berichten. Und das nächste größere Event ist auch nicht mehr so weit entfernt. Vom 7. bis 9. August finden in Rhede die deutschen Jugend-Meisterschaften statt.




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